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Front-End auf Autopilot

Claude Code baut mir fast alles — Backend, Logik, Scripts. Beim UI-Design hakt es zuverlässig, und genau das war monatelang mein Flaschenhals. Die Lösung war, Design und Code zu trennen: ein Tool designt, ein Agent baut, eine MCP-Verbindung schiebt das eine ins andere. Hier ist meine Design-Assembly-Line.

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Warum Design der teure Flaschenhals ist

Ich bin Operator, kein UI-Designer. Logik, Datenflüsse, Automationen — kein Problem, das delegiere ich an Claude Code und es liefert. Aber jedes Mal, wenn ein Projekt eine echte Oberfläche brauchte, stand ich still: entweder selbst stundenlang an Spacing und Farben fummeln, oder eine Agentur briefen und auf Iterationen warten. Beides killt das Tempo, das ein Solo-Setup überhaupt erst lohnenswert macht.

Die Erkenntnis, die das gelöst hat: Man muss nicht ein Tool finden, das Design und Code kann. Man trennt die beiden Jobs und gibt jeden an das Werkzeug, das ihn am besten kann — und sorgt nur dafür, dass die Übergabe sauber ist.

Die Pipeline in einem Satz

Stitch designt die Screens, Claude Code baut den Code, und eine MCP-Verbindung ist das Förderband dazwischen. Drei Schichten, eine Richtung. Kein Screenshot-Hin-und-Her, kein „bau mir das nach diesem Bild nach". Claude bekommt den echten Design-Kontext, nicht eine Beschreibung davon.

Teil 1 — Die Design-Schicht

In Stitch gilt dasselbe wie bei jedem KI-Tool: ein vager Prompt gibt vagen Output. Ich gebe ihm Struktur statt einer Zeile — und wenn ich eine bestimmte Stimmung treffen will, hänge ich Referenz-Screenshots an (ein Pinterest-Board reicht). Mein Grundgerüst:

App: [was es ist, z. B. Meal-Planning-App] für [Zielgruppe].
Screens: [die nötigen, z. B. Onboarding, Feed, Detail, Profil].
Look: [minimal / bold / …], Farbwelt [Richtung], Typo-Gefühl [Richtung].
Referenz: orientier dich an den angehängten Screenshots.

Stitch baut jeden Screen plus ein gemeinsames Design-System — wichtig, denn dieses System ist später der Klebstoff, der den Code konsistent hält.

Der Teil, der das Ganze erst zur Pipeline macht — die MCP-Brücke, der Build-Prompt und meine Quality-Gates aus echter Projektarbeit — steht in der Vollversion:

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Teil 2 (MCP-Verbindung mit fertigem Befehl), Teil 3 (Build-Prompt), der design.md-Trick und meine 4 Operator-Quality-Gates. Einmal eintragen, sofort frei.

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// Freigeschaltet — viel Erfolg beim Bauen.

Teil 2 — Die Brücke (MCP)

Das Förderband. Statt Claude Screenshots zu zeigen, gebe ich ihm Lesezugriff auf die Stitch-Projekte selbst — über eine MCP-Verbindung. Zwei Handgriffe:

  1. In Stitch unter Einstellungen einen API-Key erzeugen: stitch.withgoogle.com/settings.
  2. Die Stitch-MCP einmalig zu Claude Code hinzufügen (YOUR_STITCH_API_KEY ersetzen):
claude mcp add stitch --transport http https://stitch.googleapis.com/mcp --header "X-Goog-Api-Key: YOUR_STITCH_API_KEY" -s user

Ab jetzt sieht Claude Code deine Stitch-Projekte direkt — kein Export, kein Copy-Paste.

Teil 3 — Der Build

In Claude Code im Projektordner zeige ich auf die Designs und sage genau, was ich will. Wichtig ist das „exakt übernehmen", sonst interpretiert das Modell zu frei:

Nutze meine Stitch-Designs über die Stitch-MCP und bau daraus eine
production-ready [React-+-Tailwind]-App.
Übernimm Layout, Spacing, Farben und Typografie pro Screen exakt,
verdrahte die Screens per Navigation und setz weiche Übergänge.

Claude zieht sich den echten Design-Kontext und baut es aus — Screens verbunden, Übergänge drin.

Der Konsistenz-Trick: design.md

Das ist der Hebel, der bei mir den größten Unterschied gemacht hat. Stitch kann sein komplettes Design-System (Farben, Spacing, Komponenten, Zustände) als design.md exportieren — ein Format, das Claude Code sauber liest. Datei ins Projekt-Root, einmal sagen „halte dich an die design.md", und jede neue Komponente bleibt on-system, statt langsam wegzudriften. Damit verschwindet das „warum sieht jede Komponente leicht anders aus"-Problem.

Meine Operator-Quality-Gates

Vier Regeln, die ich aus echter Projektarbeit gelernt habe — sie trennen „schnell und gut" von „schnell und generisch":

// Gate 01 · design.md zuerst

Ohne die design.md im Root driftet der Look ab Komponente 5. Erst die Datei, dann bauen lassen.

// Gate 02 · Zwei-Pass

Stitch bringt dich auf ~90 % des Looks. Die letzten 10 % — Spacing, Mikro-Polish — macht Claude Code im Code, nicht zurück in Stitch. Dort zählt es.

// Gate 03 · nicht als Client-Final verkaufen

Sei ehrlich zum Output: das ist Prototyp-Qualität, kein pixel-perfektes Abgabe-Design. Als schnellen, starken Startpunkt behandeln — sonst lieferst du etwas Generisches aus.

// Gate 04 · kein MCP? geht trotzdem

Ohne MCP-Setup exportiert Stitch direkt HTML/Tailwind oder Figma (mit echten Layern). Das gibst du Claude als Startpunkt. Der MCP-Weg ist sauberer, der Export-Weg läuft überall.

Mein Fazit

Diese Pipeline hat Design aus meiner persönlichen To-do-Liste genommen, ohne dass die Ergebnisse billig aussehen. Der Trick ist nicht das eine magische Tool — es ist die saubere Übergabe zwischen einem Tool, das designt, und einem Agenten, der baut. Genau dasselbe Prinzip, mit dem ich auch alles andere im Stack orchestriere.

Mehr dazu, wie ich Tools und Agents zusammenschalte: Wie ich 184 AI Agents mit Claude installiert habe.